Was ist Evolutionspädagogik

Was ist Evolutionspädagogik?


Die Evolutionspädagogik verbindet die neusten Kenntnisse aus der Neurologie, Kinesiologie und der Evolutionstheorie von Charles Darwin. Wir gehen davon aus, dass jeder einzelne Mensch vom Zeitpunkt seiner Zeugung bis hin zum dritten, vierten Lebensjahr organisch und motorisch die einzelnen Entwicklungsstufen der Evolution durchläuft. Bei der Geburt ist ein Grundgerüst aller Stufen im Gehirn vorhanden, durch die Bewegungsabläufe werden einzelne Stufen ausgebaut.

Gemeint sind die Bewegungs- und Reaktionsmuster, die Art der Wahrnehmung und die Verhaltensweisen von den Entwicklungsstufen. Die Evolutionspädagogik unterteilt die Entwicklungen in 7 Stufen, jede Stufe hat ihre eigene „Sprache“, ihre eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten. Die Ausreifung jeder einzelnen Stufe ist die Voraussetzung für eine optimale Entwicklung des Gehirns und der Motorik. Wird eine Stufe nicht genügend erfahren oder durchlebt, wirkt sich das auf die anderen Stufen des Gehirns aus. Denn ist eine untere Stufe nicht ganz integriert, können sich auch die folgenden Stufen nur schwer ausbilden oder bleiben lückenhaft. Es ist wie beim Hausbau – wenn der Keller wackelig oder instabil ist, wird das ganze Haus auch in den oberen Stockwerken nicht stabil sein. 

 

Beobachten wir unserer Kinder und Mitmenschen vom Hintergrund dieser 7 Stufen, dann können wir erkennen, ob das Verhalten, das von unserem erwachsenen Standpunkt aus vielleicht auffällig oder störend erscheint, in Wirklichkeit ein ganz natürlicher, angemessener und wünschenswerter Schritt auf der Entwicklungsleiter ist.

 

Oder ob das Kind bzw. der Mensch in einer Stufe blockiert ist und ihm deshalb kein anderes Verhaltensmuster zur Verfügung steht.

Die Evolutionspädagogik bewertet nicht, es gibt kein Richtig oder Falsch, kein gut oder schlecht. Wir beobachten und ordnen jedes Verhalten bzw. jede Bewegung einer Stufe zu und finden heraus, was ein Kind bzw. Mensch schon kann und was es noch braucht.